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Mitarbeiterführung ist Chefsache

Lebhafte Diskussion beim WSB "Get Together"

WSB-Geschäftsführer Marc Wilken (l.) und Unternehmensberater Dietrich von Holten.

Gut 20 WSB-Mitglieder nahmen am Get Together im Bergedorfer H4 Hotel teil.

Vertrauen schließt Kontrolle nicht aus

Mitarbeiterführung ist in Unternehmen ein immer aktuelles Thema. Beim „Get Together“ des WSB am 10. Juli 2017 im H4-Hotel (ehemals Ramada), an der Holzhude 2, diskutierten gut 20 Teilnehmer die Fragestellungen zu Kontrolle und Vertrauen, zu Lob und Tadel. Unternehmensberater und WSB-Mitglied Dietrich von Holten (von Holten Consult) sorgte bis zum Ende der gut zweistündigen Veranstaltung für eine lebhafte Beteiligung am Gedankenaustausch.

Mit der Aussage „Führen ist das Vermeiden von Demotivation“ läutete Dietrich von Holten die konstruktive Gesprächsrunde ein. Und immer wieder war von den Teilnehmern der Satz zu hören: „Man muss seinen Mitarbeitern auch zuhören können, um zu erfahren, was sie bewegt.“ Aber Achtung: Wenn bei der Unterhaltung zu viele Emotionen ins Spiel kommen, rechtzeitig auf die Bremse treten und auf die sachliche Ebene zurückkehren und gesteckte Ziele nicht aus den Augen verlieren. Ein Teilnehmer wies auch auf die Unterschiede der beschäftigten Menschen hin. Manche Mitarbeiter würden nur aus Mangel an Alternativen im Betrieb weiter beschäftigt werden – oder auch umgekehrt: Trotz Investition in Fortbildung wechseln die Menschen ihren Arbeitgeber.

Auf die Frage „Wieviel Führung brauchen ihr Unternehmen und die Mitarbeiter?“ war die Antwort, dass Teamarbeit und kollegiale Führung zur Entlastung der Geschäftsführung beitragen, die umso mehr Zeit für operative und strategische Aufgaben bekommt. Mitarbeiter müssen stückweit zur Führung ermächtigt werden und Mitverantwortung übernehmen. Vertrauen in die Arbeit der Mitarbeiter ist mit Kontrolle verbunden. Das werde von Beschäftigten auch erwartet, da sie Wertschätzung an der geleisteten Arbeit oder auch Kritik – wenn berechtigt - hören wollen.

Und noch so ein Merksatz: 70 Prozent der Mitarbeiter wollen auf Nummer Sicher sein und zeigen sich gegenüber Veränderungen am Arbeitsplatz nur wenig aufgeschlossen. Zufriedenheit mit dem Arbeitsplatz lähmt den Wunsch nach Veränderung. Unzufriedenheit, verbunden mit Nörgeln, kann aber ein Weg zu Veränderungen und damit auch zu Verbesserungen sein.

Die WSB-Geschäftsführung wünscht Themen-Vorschläge für die kommenden „Get Together“-Veranstaltungen.