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Bergedorf bleibt einzigartig

Bezirksamtsleiter spricht beim Politischen Frühstück

WSB-Vorsitzender Thomas Buhck bei der Begrüßung der gut 65 Teilnehmer

Bergedorfs Bezirksamtsleiter Arne Dornquast sprach beim Politischen Frühstück des WSB über aktuelle Entwicklungen im Bezirk

Reichhaltiges Frühstücksbüfett. Im Vordergrund Dennis Gladiator, Bürgerschaftsabgeordneter der CDU

„Bergedorf soll Bergedorf bleiben“, sagte Bezirksamtsleiter Arne Dornquast als Gastredner beim diesjährigen „Politischen Frühstück“ des WSB am Donnerstag, 25. Oktober, 8 bis 10 Uhr, im H4 Hotel an der Holzhude 2.

Mit der Aussage ging er auf ein bereits vergangenes Jahr in Arbeit genommenes Entwicklungskonzept ein, das dem Bezirk eine selbstbestimmte „Eigenheit“ und „Offenheit“ bescheinigt – mit einer etwas anderen Art wohnen zu wollen. In Bezug auf das neu geplante Projekt „Stuhlrohrquartier“ zwischen Stuhlrohrstraße, Weidenbaumsweg, Schleusengraben und Sander Damm heißt das: Alles eine Nummer kleiner als zunächst geplant, darunter 1000 statt zuvor 1500 Wohnungen. Dornquast: „Im Vordergrund steht nun was uns wichtig ist, nicht das, was geht.“

Gut 65 Teilnehmer zählte das „Politische Frühstück“, darunter Mitglieder des WSB, Politiker der Bergedorfer Bezirksversammlung und der Hamburgischen Bürgerschaft. Nächstes Projekt: Der neue Stadtteil Oberbillwerder mit rund 7000 Wohnungen. 28 der insgesamt 120 Hektar Baulandfläche sind für Gewerbe vorgesehen. Das Masterplan-Wettbewerbsergebnis vom Mai wird weiterentwickelt. Am 22. November gibt es die nächste öffentliche Informationsveranstaltung. Offene Fragen sind unter anderem die Verkehrsanbindung des neuen Stadtteils an Nettelnburger Landweg, Ladenbeker Furtweg und Mittlerer Landweg. Insgesamt müssen im Raum Bergedorf rund 20 Straßenkreuzungen dem erhöhten Verkehrsaufkommen angepasst werden. Wegen der durch Bebauung versiegelten Landschaft sorgt auch die Entwässerung des Gebiets noch für offene Fragen. Dornquast rechnet damit, dass der Bebauungsplan für Oberbillwerder in zwei Jahren beschlossen ist und anschließend mit Erschließung und Bau begonnen werden kann.

In Bergedorf beginnt jetzt der Abriss des Lichtwarkhauses mit anschließender Neubebauung Körberhaus/Bürgerhaus. Ziel der Fertigstellung: Ende 2020. Das bisherige Haus der Körber-Stiftung, „Haus im Park“ am Gräpelweg, wird von einem Verein übernommen und unter anderem mit therapeutischen Angeboten weiter genutzt. Bei den Wohn- und Gewerbeprojekten am Serrahn und auf dem Gelände der früheren Post („Bergedorfer Tor“) kommt es laut Dornquast zu Verzögerungen durch Schwierigkeiten mit dem Baugrund. Die vom Senat angekündigte Verbesserung von Parks und Plätzen in der Stadt kommt nicht dem Frascatiplatz zugute. Stattdessen sollen öffentliche Plätze zum Aufenthalt bei Luisenschule/Billtalstadion und bei der neuen Wohnanlage am Gleisdreieck /Billwerder-Moorfleet geschaffen werden. Eine von Bürgern gewünschte S-Bahnverbindung nach Geesthacht hält Dornquast für bautechnisch kaum machbar. Ein Überwerfungsbauwerk am S-Bahnhof Nettelnburg wäre dafür notwendig.

In der abschließenden Fragerunde ging es um die schlechte Glasfaser-Erschließung der Vier- und Marschlande. „Wir fühlen uns von der Stadt abgehängt, es gibt bei uns kein schnelles Internet“, sagte Willy Timmann (GVM). Gerade im Landgebiet ansässige Firmen haben Probleme, größere Datenmengen zu senden oder zu empfangen. Dornquast verwies auf bevorstehende Themen im Regionalausschuss. In weiterer Fragestellung ging es – wegen wachsender Bevölkerungszahlen – um das unzureichende Angebot an Schulen und Kitas in Bergedorf. Dornquast stellte den Bau eines Gymnasiums im Gebiet des Schleusengrabens in Aussicht.

WSB-Vorsitzender Thomas Buhck dankte dem Bezirksamtsleiter für seine ausführlichen Informationen und sagte abschließend: „Bergedorf erlebt eine gute Entwicklung.“

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