Aktuelles

Was macht der Job-Lotse?

Get Together in der W.I.R.-Dependance

Teilnehmer des Get Together

Teilnehmer des Get Together

Teilnehmer des Get Together

Gliederung der W.I.R.-Partner

Die W.I.R.-Koordinatoren (v.l.) Ralf Probst und Dr. Friederike Föcking sowie Klaus Fischer W.I.R.-Unternehmensservice Bergedorf/WSB

Die W.I.R.-Koordinatoren (v.l.) Ralf Probst und Dr. Friederike Föcking sowie Klaus Fischer W.I.R.-Unternehmensservice Bergedorf/WSB

Derzeit leben gut 54.000 Geflüchtete in Hamburg. Von ihnen sind etwa 37.000 im erwerbsfähigen Alter zwischen 18 und 65 Jahren. Diese Zahlen präsentierte die Hamburger W.I.R.-Koordinatorin Dr. Friederike Föcking bei der diesjährig ersten „Get Together“-Veranstaltung des WSB am Mittwoch, 20. Februar 2019, 18 bis 21 Uhr, in der W.I.R.-Dependance Bergedorf im Job-Center Gebäude am Ludwig-Rosenberg-Ring 41.

Weil Arbeitgeber und Arbeit suchende Flüchtlinge nur schwer zueinander finden, war 2016 von staatlicher Seite das W.I.R.-Projekt (Work & Integration For Refugees) aus der Taufe gehoben worden. Der Bergedorfer Wirtschafts- und Stadtmarketing-Verband (WSB) mischt seit Beginn mit und hat einen ausgewiesenen Fachmann im Einsatz: Klaus Fischer (67). In Trägerschaft des WSB bekleidet er eine Halbtagsstelle und bringt als „Verbindungsoffizier“ gewissermaßen Arbeitskräfte suchende Unternehmer der Region und Arbeit suchende Flüchtlinge zusammen. Seit Juni 2017 hat Fischer als sogenannter „Job-Lotse“ sein Büro im Job-Center Gebäude am Ludwig-Rosenberg-Ring. Beim Get Together berichtete er aus seiner Vermittlungstätigkeit.

W.I.R.-Koordinatorin Dr. Friederike Föcking, W.I.R.-Koordinator Ralf Probst (Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration/BASFI) und Francis Blumberg, bei der BASFI im W.I.R.-Projekt für Ausländerrechtliche Beratung zuständig, lieferten Informationen zur beruflichen Qualifizierung der Flüchtlinge. Erste zu überwindende Hürde sei das Lernen der Deutschen Sprache.

Im W.I.R.-Projekt sind 20 Beteiligte unter einem Dach vereint, machte Dr. Friederike Föcking deutlich. Das sind neben der Bundesagentur für Arbeit, das „jobcenter team.arbeit.hamburg“, die BASFI sowie fünf berufsbezogene Beratungsorganisationen, drei personenbezogene Beratungsorganisationen und sechs Unternehmensservice-Organisationen, darunter der WSB.

Aus den Vorträgen wurde deutlich: Die meisten Flüchtlinge (zwei Drittel sind Männer) sind arbeitswillig, fleißig, pünktlich und zuverlässig. Aber: 72 Prozent haben keine Ausbildung, 24 Prozent haben eine „akademische“ Ausbildung und vier Prozent einen ausbildungsähnlichen Berufsabschluss. Akademisch sei zumeist nicht vergleichbar mit Abschluss eines Studiums in Deutschland, eher vergleichbar mit einer beruflichen Qualifizierung, die aber selten auf dem Niveau einer in Deutschland abgeschlossenen Berufsausbildung liege.

Problemlage: Erst Deutsch lernen und dann eine dreijährige Berufsausbildung mit geringer finanzieller Vergütung, bevor es mit beruflicher Karriere und richtigem Geldverdienen losgehen kann, sei für viele eine gewaltige Hürde. Gefragt seien deshalb zumeist sogenannte Helfer-Jobs. Das Geld reiche dann auch, um die in der Heimat lebende Familie zu unterstützen.

Da viele Handwerksbetriebe unter Fachkräftemangel leiden, werden bei der Talentsuche nun auch neue Wege beschritten. Im Elbcampus der Handwerkskammer in Harburg konnten Flüchtlinge kürzlich bei einem Test vor sechs Innungen beweisen, was sie handwerklich drauf haben. Der WSB will nun in Zusammenarbeit mit der Handwerkskammer eine ähnliche Talent-Messe auch in Bergedorf auf die Beine stellen.

Und für Bewohner des Flüchtlings-Wohnquartiers Am Gleisdreieck organisieren unter anderem Klaus Fischer und sein Berater-Kollege Joachim Dehn (Träger: Unternehmensservice Aqtivus) für Freitag, 22. März 2019, 9 bis 14 Uhr, im Kulturheim "Kuller", Mittlerer Landweg 78, die lokale Job- und Berufsmesse „Perspektive Arbeit“, auf der sich Unternehmen aus dem Industriegebiet Allermöhe vorstellen, darunter Dwenger, Dachser und Budni.

Gewinner!

Herzlichen Glückwunsch!
Sie haben einen Hauptpreis gewonnen!
Bitte melden Sie sich telefonisch bei Frau Vogelsang unter 040 735 40 65

Schließen