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WSB und GVM protestieren

Dove Elbe soll kein Tidegewässer werden

Die Krapphofschleuse verbindet den Schleusengraben mit der Dove Elbe. Ebbe und Flut würden unter anderem Boots- und Schiffsverkehr erheblich einschränken

Dove Elbe Retten. Das Problem sorgte schon beim WSB Dämmertörn 2019 für Gesprächsstoff.

In einem gemeinsamen Protestschreiben lehnen der WSB und die Gemeinschaft Vier- und Marschlande (GVM) einen Anschluss der Dove Elbe an die Tideelbe entschieden ab. Der Hamburger Senat will voraussichtlich Ende September aufgrund einer vom Forum Tideelbe in Auftrag gegebenen und von Experten ausgearbeiteten Machbarkeitsstudie einen Beschluss in der Angelegenheit treffen. Mit einer Öffnung der Tideelbe zur Dove Elbe erhofft Hamburg, sein Schlickproblem im Hafen verringern zu können.

WSB und GVM haben ihr gemeinsames Protestschreiben an Bergedorfs Bezirksamtsleiter Arne Dornquast, Hamburgs Umweltsenator Jens Kerstan, Wirtschaftssenator Michael Westhagemann und an das Forum Tideelbe geschickt. Die beiden Wirtschaftsverbände fordern, dass die Dove Elbe in ihrer jetzigen Form erhalten bleibt und nicht an die Tideelbe angeschlossen wird. Denn nur so könne die Dove Elbe als wichtiger Wirtschafts-, Tourismus- und Freizeitstandort des Bezirks Bergedorf weiterbestehen und ebenso die Funktionen Landschaftsschutz und ökologische Ausgleichsflächen erhalten bleiben.

In dem Protestschreiben wird die Bedeutung der Tideunabhängigkeit des Gewässers hervorgehoben für Gartenbau und Viehwirtschaft, die Tourismusangebote, die Sport- und Freizeitnutzung und alle damit verbundenen Wirtschaftsbetriebe der Stadt und des Bezirks.

Die Bergedorfer Schifffahrtslinie und die Alstertouristik befördern jährlich gut 35.000 Passagiere über Dove Elbe und Schleusengraben in den Bergedorfer Hafen, den Serrahn, der durch die gerade eingeweihten Kupferhofterrassen an Attraktivität gewonnen hat. Bergedorfs Tourismus-Engagement im Projekt „Kurs Elbe. Hamburg bis Wittenberge“ wäre hinfällig und damit das Ende des gesamten Projekts.

Von einer Öffnung der Dove Elbe betroffen wäre ebenso die Olympia-Trainings- und Regattastrecke Allermöhe-Tatenberg mit dem Leistungszentrum Rudern- und Kanusport, zahlreiche Sportboothäfen mit mehr als 1000 Jachten, mehrere Werften, Bootsservicebetriebe oder auch Bootsvermieter. Auch Bootsvermieter an der mit der Dove Elbe verbundenen Gose Elbe wäre von Tideabhängigkeit betroffen. Gleiches gilt für die am Wasser liegenden Restaurants, wie das Fährhaus Tatenberg, das Landhaus Voigt und Clausen’s Vierländer  Landhaus.

Besonders hingewiesen wird auf die Bedeutung der Vier- und Marschländer Region als Naherholungsgebiet für die Bewohner Hamburgs. Dabei müsse auch die wachsende Einwohnerzahl des Bezirks Bergedorf  berücksichtigt werden, die allein durch den geplanten neuen Stadtteil Oberbillwerder um gut 20.000 Menschen steigen werde. Sie alle brauchen wohnortnahe Erholungs-, Freizeit- und Sportmöglichkeiten. Die Vier- und Marschlande werben deshalb mit dem Schlagwort „Nahtürlich“. Das Wort steht aber auch für die Nahversorgung der Hamburger Bevölkerung mit frischer Ware auf kurzem Weg. Mit einer Öffnung der Dove Elbe wäre auch eine ökologische Beeinträchtigung verbunden: Zerstörung des bestehenden Ökosystems und der Kulturlandschaft durch Verschlickung.

WSB und GVM schreiben: „Wir haben aus der Historie gelernt, als die Vier- und Marschländer ihre Waren per Ewer über die Dove Elbe nach Hamburg auf die Märkte gebracht und damit die Stadt versorgt haben. Dieses gute und wichtige Nahversorgungskonzept wollen wir in eine moderne Zukunft führen. Und dabei spielt der Erhalt der Dove Elbe in ihrer jetzigen Form eine sehr bedeutende Rolle. Wir wünschen uns die Unterstützung durch Senat, Bezirk und Politik, um dieses für die Region bedeutsame Zukunftsprojekt gemeinsam zu fördern.“

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