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Dwenger macht Design

Goldschmiede sind seit früher Zeit Mitglied im WSB

Christoph Dwenger ist Goldschmiedemeister in dritter Generation. Hier in der Werkstatt.

Christoph Dwenger im Verkaufsraum

Die aufwändig und stilvoll dekorierten Schaufenster von Juwelier Dwenger im Sachsentor 52 sind immer ein Hingucker. Am Anblick erfreuen sich viele Besucher der Bergedorfer Innenstadt. Form und Gestaltung sind Dwengers Sache. "Design" ist auch Teil des Firmennamens. Und wer als Kunde durch die Eingangstür des Geschäfts tritt, der hat mitunter bereits einen etwas weiteren Weg hinter sich.

„Unsere Kunden kommen nicht nur aus Bergedorf sondern zu gut 30 Prozent aus dem weiteren Hamburger Stadtgebiet oder auch aus dem niedersächsischen und schleswig-holsteinischen Umland“, sagt Christoph Dwenger (34), der seit Jahresbeginn den Geschäftsbetrieb weitgehend allein ohne die bisherige Vollzeit-Mitarbeit seiner Eltern steuert.

Das Juweliergeschäft war am 1. Mai 1960 von Hartmut Dwenger eröffnet worden. Ihm folgte in der Geschäftsführung sein Sohn Thomas, der  sich nun, 63jährig, aus dem aktiven Geschäftsleben zurückzieht und seinem Sohn Christoph die Zügel übergeben hat.

Hartmut, Thomas und Christoph Dwenger sind alle drei als Goldschmiedemeister im Handwerk verankert. „Mein Großvater hatte sich von Anfang an für eine gut aufgestellte Unternehmerschaft zum Wohle der Bergedorfer Innenstadt eingesetzt. So engagierte er sich damals bei den City Partnern Bergedorf und in der Wirtschaftlichen Vereinigung, die ja nun der WSB sind. Man stärkt als Mitglied des WSB den Zusammenhalt der Unternehmerschaft und des Standorts. Mit der Schließung der beiden Karstadt-Kaufhäuser in der Bergedorfer Innenstadt ist die Standortdiskussion mit den Entscheidungszielen, was zur Belebung der Innenstadt getan werden muss, wieder voll im Gange. Wir tun unser Möglichstes, damit Bergedorfs Innenstadt attraktiv und lebendig bleibt.“

Als Handwerksbetrieb ist Juwelier Dwenger mit Werkstatt und Verkaufsraum derzeit nicht von den Corona-Schließungen sonstiger Geschäfte betroffen. Allerdings ist die Anzahl der Kunden im Verkaufsraum begrenzt. „Wir sind technisch auf dem Laufenden“, sagt Christoph Dwenger, der 2005 als Lehrling in den Betrieb kam, „mein Vater hat bei der Schmuckanfertigung mit der damals neuartigen Laserschweißtechnik angefangen. Und ich habe nun mit 3D-Druckern die Möglichkeit, Schmuck mit einem Spezialwachs nach Kundenwunsch als Mustervorlage anzufertigen und zur Anprobe zu verschicken. Wir stehen mit unseren Kunden bereits vielfach über das Internet in Verbindung. Die Entwicklung schreitet weiter voran.“

Christoph Dwenger ist verheiratet, hat einen vier Jahre alten Sohn, eine zwei Jahre alte Tochter - und ein drittes Kind ist unterwegs. Die Familie wohnt in den Vierlanden. Und vielleicht wird eines der Kinder die Goldschmiede-Tradition einmal fortsetzen. Der Betrieb zählt derzeit acht Beschäftigte, darunter drei Auszubildende als Goldschmiede.

„Wir gelten in unserer Zunft als größter Ausbildungsbetrieb in Norddeutschland“, sagt Christoph Dwenger, „und alle unsere Auszubildenden haben bisher mit Einser-Abschlusszeugnissen die dreieinhalbjährige Lehrzeit beendet. Derzeit befindet sich eine Auszubildende im dritten Lehrjahr. Eine junge Frau und ein junger Mann haben gerade ihr erstes Lehrjahr angefangen.

Das Haus im Sachsentor 52, in dem sich Juwelier Dwenger befindet, zählt selbst zu den Schmuckstücken der Bergedorfer Innenstadt. Der Fachwerkbau stammt aus dem Jahr 1683, ist somit fast 340 Jahre alt und zählt zu den letzten ursprünglich erhaltenen Bürgerhäusern Alt-Bergedorfs. Früher mündete an der Hausecke die Straße Neuer Weg in die Straße Sachsentor. Der Neue Weg war damals die Hauptverbindung von Bergedorf in die Vierlande. Nun ist der Innenstadtbereich Fußgängerzone.

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