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Bergedorfer City Forum digital

Professionelles Stadtmanagement soll Verbesserungen schaffen

WSB Geschäftsführer Marc Wilken moderierte die Zoom-Konferenz zur Zukunft der Bergedorf-Lohbrügger Innenstadt

Stadtentwickler Daniel Boedecker saß während der Konferenz in seinem Harburger Büro, wo er sich ebenfalls um ein RISE-Förderprogramm kümmert

Marlene Sandecki, Wirtschaftsförderung/Bezirksamt Hamburg-Bergedorf, stellte das Programm Bergedorf Now vor

Tabelle zu Verbesserungen, die Bewohner Bergedorfs wünschen

Tabelle zum Zeitplan von Bergedorf Now und RISE

Digital, in Form einer Zoom-Konferenz mit 44 Teilnehmern, verlief am Donnerstag, 18. November 2021, 18 bis 20.15 Uhr, das zweite „Forum für die Bergedorfer City“. Die vom WSB ursprünglich geplante Veranstaltung im Bergedorfer Schloss, bei der sich die Teilnehmer hätten persönlich begegnen können, hatte wegen der bundesweit wieder angestiegenen Corona-Infektionszahlen kurzfristig abgesagt werden müssen.

WSB Geschäftsführer Marc Wilken leitete die Online-Konferenz. Das erste „Forum für die Bergedorfer City“ war am 17. September 2020 im Haus im Park. Bereits zu dem Zeitpunkt hatte die Bergedorfer Bezirksversammlung einen politischen Auftrag an die Bezirksverwaltung für ein „Integratives Innenstadtkonzept“ erteilt. Nun berichtete Marlene Sandecki, Bezirksamt Bergedorf/Wirtschaftsförderung, vom Stadtentwicklungsprogramm "Bergedorf Now" und einem Verfügungsfonds über 200.000 Euro sowie auf drei Jahre befristete Bundesmittel in Höhe von 500.000 Euro durch das beantragte RISE-Programm (Rahmenprogramms Integrierte Stadtteilentwicklung). Die Vorarbeit für das RISE-Programm, das Verbesserungen für das Bergedorf-Lohbrügger Innenstadtgebiet innerhalb der kommenden Jahre schaffen soll, wurde bereits von der Hamburger Stadtentwicklungsgesellschaft „steg“ unter anderem durch Befragungen von Bürgern geleistet. Bei der Online-Konferenz stellte steg-Mitarbeiter Dipl. Ing. Daniel Boedecker heraus, dass Befragte vielfach den Innenstadtbereich durch mehr Aufenthaltsqualität in Form von Gastronomie, draußen sitzen und genießen, verbessert haben möchten, und Einzelhandel lieber in Form kleiner Hofläden statt anonymer Filialkonzepte. Wünschenswert sei im Innenstadtbereich auch „Urbane Produktion“, eine Chance für Handwerker. Bergedorfs Lage an Bille, Schlossteich, Serrahn und Schleusengraben sollte weiter herausgearbeitet werden.

Für die Umsetzung aller Ziele zu Qualitätsverbesserungen der Bergedorf-Lohbrügger Innenstadt soll ein professionelles Stadtmanagement eingesetzt werden. WSB, steg und Bezirksamt ziehen in der Angelegenheit an einem Strang.

In der Online-Diskussion beklagte WSB-Vorsitzender Thomas Buhck, dass bereits viele Menschen nicht mehr zum Einkaufen oder zu Ausflügen nach Bergedorf kommen und deshalb auch nicht zu Beweggründen befragt werden könnten. Traute Rohmann (Bergedorfer Grundeigentümerverein) befürchtet, dass Onlinehandel den klassischen Einzelhandel weiter schwächen wird. Bergedorfs Innenstadt habe durch den Verlust beider Karstadt Kaufhäuser, die Anfang dieses Jahres geschlossen worden sind, weiteren Schaden genommen. Besonders beklagte sie fehlende Beleuchtung im Durchgang zwischen Sachsentor und Schloßstraße.

Weitere Diskussionsteilnehmer, darunter Marlis Clausen,  störten sich an den trist gestalteten Plätzen rund um den Bahnhof auf Bergedorfer und Lohbrügger Seite. Nicole Wünsch (marketing teufel) schlägt einen Stadt-Informationspavillon auf dem Bahnhofsvorplatz beim CCB vor.

Und Michael Solscher (BID Bergedorf) hält es für dringend erforderlich, Verkehrswege in Bergedorf für alle Formen der Mobilität deutlich attraktiver zu gestalten. Dazu gehöre auch kostenloser Parkraum auf Frascatiplatz und Sander Markt. Aber allein der Fussweg, um vom Frascatiplatz zum Einkaufen in die Innenstadt zu gelangen, sei unattraktiv und vielen Menschen kaum zumutbar. In diesem Abschnitt Verbesserungen zu schaffen sei ein klassisches Beispiel für das RISE-Förderungsprogramm antwortete Daniel Boedecker.

Alle Beteiligten verständigten sich zum Abschluss der Veranstaltung, gemeinsam die notwendigen Schritte für Verbesserungen weiter zu formulieren. Bis kommendes Frühjahr nimmt die steg noch Vorschläge entgegen.

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