Östlich des Schleusengrabens, direkt neben der A25 Autobahn-Anschlussstelle Hamburg-Bergedorf, geht es um die wirtschaftliche Entwicklung des Bezirks und um Arbeitsplätze jetziger und künftiger Generationen. Da geht es bei der Hochschule für Angewandte Wissenschaft (HAW) mit Windkraft und Wasserstoff um erneuerbare Energien, daneben das auf Produktentwicklung und Systemlösungen spezialisierte Fraunhofer IAPT. Und schon bald wird im sogenannten Innovationspark auch Körbers Fabrik der Zukunft für mehr als 2000 Beschäftigte fertiggestellt sein.
Und, dass alle Firmen und Einrichtungen künftig miteinander in Kontakt treten und voneinander lernen, keine Fehler der anderen wiederholen, das sollte eines der Ziele sein, um sich aus Abhängigkeiten lösen zu können. Das jedenfalls war einer der Kernsätze, der am Donnerstagabend, 20. November, 18 bis 22 Uhr, bei der Bergedorfer Wirtschaftskonferenz 2025 zum Thema „Forschung und Innovation - als Motor für die Bergedorfer Wirtschaft“ im großen Saal des „Haus im Park“ zu hören war. Bergedorfs Bezirksverwaltung und Bezirksversammlung, die Handelskammer, die Handwerkskammer und der WSB hatten eingeladen. Rund 100 Teilnehmer zählte die Veranstaltung.
Prof. Dr.-Ing. Ingomar Kelbassa, Institutsleiter des Fraunhofer IATP, blickte in seinem Impulsvortrag auf die wirtschaftliche Entwicklung Europas und Deutschlands und die Stärken und Interessen von den USA und von China.
Dr. Stefan Hofmann, Finanzchef der Körber AG, erklärte, dass Mut und Leidenschaft das Unternehmen auszeichne, dass alle Mitarbeiter stolz darauf seien, was sie leisten, dass mehr als 80 Prozent der Beschäftigten aus Bergedorf und der Region stammen und deshalb auch die Entscheidung für den Firmenneubau auf den Bezirk gefallen sei. Hofmann wie auch Kelbassa schätzen die direkten Gespräche der Mitarbeiter an der Kaffeemaschine. Da kommen die Ideen für Innovationen her. Digitale Konferenzen seien dafür eher nicht geeignet.
Dr. Lorenz Kasch, Geschäftsführer der Verkehrsbetriebe Hamburg Holstein (VHH) nannte sein in Bergedorf ansässiges Unternehmen Vorreiter bei der Elektromobilität in Hamburg, sieht autonom fahrende Busse demnächst kommen, begrüßte die Entscheidung wieder für ICE-Halt im Bahnhof Bergedorf und wünschte für die Zukunft auch eine Busverbindung zwischen Bergedorf und Lüneburg, mit Blick auf Studenten der dortigen Universität.
Katharina Thomsen, Handelskammer Hamburg, hob hervor, dass die Kammer Unternehmensgründern auch Beratung und Unterstützung bei der Vermittlung von Geldgebern/Risikokapital behilflich sei. Lars Rosinski, Bezirksamt Bergedorf/Dezernent für Wirtschaft, Bauen, Umwelt, nennt die Entwicklung Bergedorfs auf den richtigen Weg gebracht. Auf Zukunft ausgerichtete Unternehmen seien schon da und weitere würden kommen. Und 3500 neue Wohnungen, darunter günstiger Wohnraum für Auszubildende, sind geplant. Und Peter Hartung, Geschäftsführer der Orthopädie Paul Hast GmbH, sagte als Vertreter des Handwerks zum Thema Innovation: „Man muss als selbstständiger Unternehmer immer an sich selbst glauben und mit Leidenschaft voran gehen. Mir ist bei der Arbeit bislang nichts geschenkt worden. Es gab keine Fördermittel.“
Aber als Dankeschön gab es für alle Teilnehmer auf dem Podium doch noch ein Geschenk, einen Blumenstrauß, überreicht von der Vorsitzenden der Bergedorfer Bezirksversammlung, Stephanie Pelch (CDU). WSB Geschäftsführer Marc Wilken dankte allen Teilnehmern der Veranstaltung. Ab 20 Uhr gab es gute Unterhaltung bei Imbiss und Getränken im Foyer des Hauses.
