Obwohl die am 6. Mai 2025 angetretene neue Bundesregierung alles tun wollte, um die angeschlagene Wirtschaft Deutschlands vorrangig wieder auf Wachstumskurs zu bringen, ist davon bislang nicht viel zu spüren. Noch immer zu hohe Energiepreise, kaum abgebaute Bürokratie und Mangel an qualifizierten Arbeitskräften. In Bergedorf allerdings, da gibt es durchaus Zuversicht, dass im Hamburger Südosten in Richtung Innovationen und Lebensqualität alles ein ganzes Stück besser läuft als anderswo im Lande.
Das Thema Wirtschaftsaufschwung in Deutschland und die bereits geschaffenen guten Voraussetzungen auf der lokalen Ebene waren Hauptgesprächsstoff beim Neujahrsempfang in den Räumen von Bonn & Partner, Steuerberater- und Wirtschaftsprüfer-Kanzlei seit 1959 in Bergedorf und seit 2018 im eigenen Neubau an der Alten Holstenstraße 59. Die Kanzlei ist WSB-Mitglied und traditionell gehören fast alle Gäste der Veranstaltung dem WSB an. Am Freitag, 9. Januar 2026 ab 12 Uhr ist der bereits 25. Neujahrsempfang gefeiert worden. Obwohl diesmal das Sturmtief „Elli“ mit Schneeverwehungen und eisglatten Straßen und Wegen so manchem Gast die Teilnahme erschwerte oder unmöglich machte, kamen nach Einschätzung von Senior-Chef Niels Bonn doch gut 100 Gäste ins Haus.
Jan Wilms, der Nachfolger in der Geschäftsführung, ging in seiner Rede kurz auf den ganz frisch herausgegebenen Kanzler-Brief ein, dessen Inhalt lautet: Ab jetzt werde wirklich alles für die Wirtschaft getan. Wilms hofft auf tatsächliche Ergebnisse. Ansonsten setzte er auf Unterstützung junger Firmengründer. Startups gehöre die Zukunft. Aber es sei auch dringend geboten, dass junge Leute ins Handwerk gehen und wirtschaftlich gut gehende Handwerksbetriebe übernehmen und weiterführen. Wilms: „Es kann nicht sein, dass viele alteingesessene Handwerksbetriebe keine Nachfolger finden.“
Niels Bonn, Bergedorfs Bezirksamtsleiterin Cornelia Schmidt-Hoffmann und WSB-Geschäftsführer Marc Wilken trugen ihre Wünsche für das neue Jahr vor und und gaben auch den Gästen Gelegenheit zu Fragen und Antworten. So steht Bergedorf mit HAW, Fraunhofer Institut, und dem Innovationspark und Körber-Neubau im Gebiet Schleusengraben/A25 bereits auf einer gut geplanten Entwicklungsachse. Bergedorf leide - wie andernorts auch - an Leerständen in der Innenstadt. Der WSB ist beauftragt, mit Grundeigentümern nach neuen Nutzungsmöglichkeiten für ihre Immobilien zu suchen. Ziel ist es, die Bergedorfer City als Einkaufs-Treffpunkt und Aufenthaltsort zu sichern und zu schützen. WSB Mitglied Nils Jastram (Jastram GmbH) überreichte dem Gastgeber Niels Bonn eine Bergedorf-Fahne für das Dach des „schönsten Hauses Bergedorfs“. Es gab zu allen Beiträgen viel Applaus. Bei leckeren Snacks und Getränken gab es unter den Teilnehmern noch weitere Stunden regen Gedankenaustausch zu Weltgeschehen und Wirtschaftsaussichten.
