Leer stehende Läden gibt es inzwischen rund um den Globus, da sich Internethandel mit Lieferung ins Haus weiterhin wachsender Kundschaft erfreut. Doch gegen Laden-Leerstände und Verödung von Innenstädten gibt es nun vielleicht ein Gegenmittel, das auf den Namen „LeAn“ hört, das als digitale Online-Plattform ebenfalls im Internet zu Hause ist und sich „Leerstands- und Ansiedlungsmanagement“ - kurz LeAn - zur Aufgabe macht.
Lübeck oder auch Lüneburg sind unter anderem bereits dabei. Bergedorf bereitet sich seit Jahresbeginn auf die Nutzung von LeAn vor, hat bereits 33 leerstehende Läden im Innenstadtbereich zwischen Mohnhof und Lohbrügger Markt gelistet. Die Hamburger Wirtschaftsbehörde, die Bezirksverwaltung Bergedorf und der WSB kooperieren bei dem Pilotprojekt „Innenstadtentwicklung“. 56.000 Euro stehen für dieses Jahr zur Verfügung. Stadtplaner Jan Krimson von der Hamburger Stadtentwicklungsgesellschaft „steg“ sorgt nun dafür, dass Bergedorf mit LeAn eine neue Entwicklungen erfährt und als Vorreiter für ganz Hamburg gesehen werden kann.
Was ist zu tun? Die Eigentümer der Häuser mit Laden-Leerstand müssen angesprochen werden. Zahlreiche Veranstaltungem sind geplant, darunter Fachworkshops mit Grundeigentümern und Schlüsselakteuren der Innenstadt sowie Veranstaltungen mit Gewerbetreibenden, Wirtschaft, Politik und Verwaltung. Beispielsweise bei der Jahreshauptversammlung des Grundeigentümerverbands am 23. März wird es um Kontaktaufnahme und Vorstellung des LeAn-Projekts gehen. Info-Abende und weitere Termine sind unter anderem mit dem BID Alte Holstenstraße geplant. Und dann geht es darum, die Ladenflächen neuen Nutzern anzubieten. Jan Krimson: „Ein gutes Beispiel bieten die Hamburger Bücherhallen. Sie bieten nicht nur Literatur sondern auch Werkzeugverleih oder Musikveranstaltungen also einen bunten Angebotsmix.“ So könnten in der Innenstadt auch Ladenflächen von mehreren Mietern genutzt werden. Und wer expandiert, der könnte schließlich die gesamte Gesamtfläche übernehmen.
Manuela von Hacht (WSB-Vorstand) sieht einen solchen Mixed-Use als einen Teil eines möglichst effektiv funktionierenden Ansiedlungsmanagements. „Kommendes Jahr könnte bei erfolgreicher Entwicklung des LeAn-Projekts die Wirtschaftsförderung des Bezirksamts die Fortsetzung übernehmen“, sagt sie. Ziel wird sein, ein Netzwerk aus Vermietern und Nutzern zu knüpfen, das Bergedorfs Innenstadt auch in Zukunft als erlebnisreichen Ort weiter existieren lässt.
Ansprechpartner in dem gesamten Vorhaben ist Projektleiter Jan Krimson. Seine Telefonnummer: 040 - 43 13 93 58. E-Mail: Jan.Krimson@steg-hamburg.de
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