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Datenschutz gilt für alle

Neue Verordnung erfordert Beratung

Viele Teilnehmer, viele Fragen. Individuelle Beratung ist in den kommenden Wochen oft noch notwendig

Rund 100 Teilnehmer zählte die Info-Veranstaltung zur Datenschutzgrundverordnung

Christina Nuppenau (v.l.), Ingo Recker und Uwe Kaßner

WSB-Geschäftsführer Marc Wilken moderierte die Veranstaltung im Commundo Tagungshotel

Christina Nuppenau (v.l.), Ingo Recker und Uwe Kaßner und Isabel Kaßner auf dem Podium beantworten Fragen

Die Übergangsfrist geht zuende: Ab 25. Mai 2018 muss die bereits vor zwei Jahren in Kraft getretene europäische EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) nun auch in der Praxis angewendet werden. Dabei geht es um den Schutz personenbezogener Daten: Namen von Mitarbeitern und Kunden, Adressen, Telefonnummern, Bankverbindungen, Alter und nicht zuletzt E-Mailadressen. Sie dürfen nicht in falsche Hände geraten können – sonst drohen immens hohe Strafen. Landesämter für den Datenschutz kündigen Kontrollen an. Für den Datenschutz müssen sich alle Unternehmen, vom Konzern bis zum Einmannbetrieb, ebenso Vereine oder auch Behörden, richtig organisieren. Aber wie?

Bergedorfs Wirtschafts- und Stadtmarketingverband WSB hatte dazu in Zusammenarbeit mit der Handwerkskammer Hamburg zu einer Informationsveranstaltung am 17. April 2018 ins Commundo Tagungshotel, Oberer Landweg 27, eingeladen. Rund 100 Teilnehmer zählte der Vortrags- und Diskussionsabend. Aus eigener beruflicher Praxis berichteten Christina Nuppenau und Ingo Recker, die als Datenschutzbeauftragte der Buhck-Gruppe tätig sind, sowie Isabel und Uwe Kaßner, Inhaber des IT-Systemhauses GSD-Software Design.

Ganz wichtig: Das Thema Datenschutz darf jetzt nicht mehr ausgeklammert werden. Betriebe, in denen mehr als neun Personen angestellt sind, die ständig mit der automatisierten Verarbeitung personenbezogener Daten an PC, Tablet oder Smartphone beschäftigt sind, müssen einen Datenschutzbeauftragten (DSB) benennen. Der kann intern aus dem Kreis der Mitarbeiter stammen – aber keine Geschäftsführer, Personalchefs oder EDV-Leiter, die ihre Arbeit selbst kontrollieren würden. Oder es wird ein externer DSB (sinnvoll für Kleinunternehmen) zu Rate gezogen.

So muss jetzt jedes Unternehmen seine Kunden in Kenntnis setzen, welche Daten erhoben werden und was mit den Daten gemacht wird. Diese Information sollte Kunden bestenfalls mit der Auftragsbestätigung zugestellt werden. Für Unternehmer ist damit zusätzliche Verwaltungsarbeit verbunden. So lautete die Frage einer Veranstaltungsteilnehmerin: „Was mache ich denn, wenn mir mein Laptop gestohlen wird, auf dem alle meine Kundendaten gespeichert sind?“ Antwort von Uwe Kaßner: „Die Daten auf der Festplatte müssen verschlüsselt gespeichert werden. Den Zugang per Passwort sperren, reicht nicht.“

 Die Veranstaltung machte deutlich: Es gibt für jeden einzelnen Teilnehmer viele Fragen zu klären. Die Handelskammer Hamburg und die Handwerkskammer Hamburg können für die passende Beratung sorgen. Auch die WSB-Geschäftsstelle hilft bei der Vermittlung zu den Beratern weiter.

Der Vortrag der GSD Software Design GmbH finden Sie hier.

Auf Anfrage erhalten Sie weitere Infos über die Inhalte des Vortrags von den Datenschutzbeauftragten der Buhck-Gruppe. Die Kontaktdaten finden Sie hier.