Aktuelles

Verwaltung lässt Tourismus-Förderung auslaufen

AG Bergedorf-Tourismus im WSB bedauert das Ende des Managements

Neuester Prospekt mit den zehn Highlights des Bergedorfer Tourismus-Angebots

Ehrenamtliche Arbeit. Ohne die läuft nichts am Bergedorfer Tourismus-Messestand, wie hier auf der Hamburger Reise- und Tourismus-Messe

Bergedorf hat (vorerst) keine Tourismusmanagerin mehr. Die auf ein Jahr befristete Tätigkeit von Sarah Staub endete Donnerstagabend, 17. Mai 2018, mit einem vor dem Hauptausschuss der Bergedorfer Bezirksversammlung gehaltenen Abschlussvortrag. Claudia Ehlebracht, Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Bergedorf-Tourismus im WSB, nahm ebenfalls an der Hauptausschusssitzung teil und berichtet von den von Verwaltung und Politik getroffenen Entscheidungen, die die Entwicklung des für den Bezirk Bergedorf wichtigen Tourismus-Angebots wieder einbremsen. Hier ihr Bericht:

Seit 2004 arbeitet die Bergedorf-Tourismus im WSB  aktiv an der Entwicklung eines Tourismusmanagements für Bergedorf. Von Juni 2017 bis Mai 2018 lag das Management nun erstmalig in professionellen und hauptamtlichen Händen. Durchgeführt von Tourismusmanagerin Sarah Staub von der "inspektour GmbH" aus Hamburg. Begleitet wurde das Projekt durch eine Lenkungsgruppe, an der die Bergedorf-Tourismus im WSB beteiligt war sowie die Wirtschaftsbehörde Hamburg, das Bezirksamt Bergedorf, die Gemeinschaft Vier&Marschlande und die Museumslandschaft Bergedorf.

 In der Projektzeit wurde unter anderem

  • die Zusammenarbeit mit der Hamburg Tourismus GmbH und mit den Nachbarregionen ausgebaut

  • das Kurs.Elbe Projekt der Metropolregion Hamburg begleitet

  • eine Onlinebefragung der Bergedorfer Leistungsträger durchgeführt

  • daraus die Zielgruppen und Kernbotschaften definiert

  • Highlights des Bergedorfer Tourismus für Marketingzwecke ausgewählt

  • diese Highlights bei hamburg-tourism.de eingespielt

  • die Website bergedorf.de neu aufgebaut

  • Pressearbeit geleistet (Gastliebe 1/18, Hamburger Wirtschaft 4/18)

 

Finanziert wurde Frau Staub zu gleichen Teilen aus Mitteln des Bezirks Bergedorf und der Hamburger Wirtschaftsbehörde. Das Budget für den Projektzeitraum und gleichviele Arbeitsstunden, unter anderem für den professionellen Part, wurden währenddessen aus der Unternehmerschaft für das Management erbracht. Das operative Geschäft wie zum Beispiel die Durchführungen von Messen nicht mit eingerechnet.

Leider gibt es keine Anschlussfinanzierung für die Tourismusmanagerin seitens des Bezirksamtes und der Wirtschaftsbehörde, und das Management fällt zurück an die ehrenamtlich aktiven Unternehmer. Wir bedauern das sehr und fordern die Bergedorfer Politik auf zu prüfen, inwieweit sie sich für eine Weiterfinanzierung einbringen kann.

Claudia Ehlebracht: „Ein Tourismusmanagement ist ehrenamtlich in qualitativ angemessener Form nicht leistbar.“ Die Tourismussparte im WSB zählt gut 40 Unternehmen, von Freizeitangebot bis Hotel- und Gaststätten. Tourismusmanagerin Sarah Staub hatte auch mitgewirkt an dem dieses Jahr neu aufgelegten Prospekt „Bergedorf – 10 Highlights“. Die im Prospekt aufgeführten Highlights sind (1) Die Vier- und Marschlande mit Gartenbau und Landwirtschaft, regionalen Produkten, Radwegenetz. (2) Das Zollenspieker Fährhaus mit der Elblandschaft. (3) Die Hamburger Sternwarte auf dem Gojenberg. (4) Die Boberger Niederung mit der Boberger Düne und dem Segelflugplatz. (5) Das Freilichtmuseum Rieck-Haus. (6) Das Bergedorfer Schloss. (7) Das Wassererlebnis auf Dove- und Gose Elbe sowie der Bille mit Bootsvermietungen, Yachthäfen, Badeseen. (8) Die KZ-Gedenkstätte Neuengamme. (9) Der historische Stadtkern Bergedorf. (10) Der Hof Eggers in der Ohe, ein beliebter Bio-Betrieb mit Hofladen.